Es wird Herbst in Stockholm

22Okt2014

So ihr treuen Blogleser, es ist wieder Zeit für einen neuen Eintrag! :)

Nur noch fast zwei Monate hab ich hier in Stockholm und die Zeit vergeht immer schneller. Einersteits freue ich mich schon wieder darauf, in Deutschland zu sein mit allen Freunden und der Familie um mich rum, aber es wird ganz sicher kein leichter Abschied von Schweden werden..

Die letzten Monate waren mit dem ganzen auf und ab zwar nicht immer leicht, aber die schönste Stadt Skandinaviens hat es mir sehr angetan. Ich kann mir noch gar nicht vorstellen, bald nicht mehr hier zu wohnen und nicht mehr in meine Lieblingscafes gehen zu können oder einfach durch die Stadt zu laufen..Aber zum Glück kann ich den Abschied noch ein bisschen vor mir herschieben und die Zeit bis Weihnachten so gut es geht genießen!

Die letzten zwei Wochen waren ziemlich stressig, ich habe viel gearbeitet und war auch noch erkältet. Deswegen ist nicht besonders viel passiert. Ich war im Kino, hab mit zwei anderen Aupairs einen DVD Abend gemacht und heute hab ich endlich mal wieder einen Tag in der Stadt verbracht. Und weil es hier langsam ungemütlich kalt wird, sind wir als erstes in unser Lieblingscafé auf Södermalm gegangen, um den besten Chai Latte Stockholms zu trinken. Nächste Woche sind hier Ferien und mein Sprachkurs geht endlich los! Jeden Tag zwei Stunden, vier Wochen lang. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob das so eine gute Entscheidung war, aber für mein Schwedisch wird das sicher gut sein. Am liebsten verbringe ich meine freie Zeit damit durch die Stadt zu laufen und mir jedes Mal wieder zu denken, wie wunderschön Stockholm ist.

wunderschöne Stadt Stadshuset

Ich kann gar nicht genau sagen, was mir am Leben in Schweden so gut gefällt. Vielleicht, dass ich das Gefühl habe, hier sind alle ein bisschen entspannter und irgendwie ist es auch jedem ganz egal, was man macht oder wie man rumläuft. Also alles etwas anonymer hier, aber das mag auch daran liegen, dass ich jetzt in einer Großstadt wohne. Stockholm ist außerdem ziemlich vielseitig und jeder Teil hat seine ganz eigene Atmosphäre. Dass die Stadt aus vielen Inseln besteht, finde ich auch besonders schön. Man ist wirklich immer schnell am Wasser und das liebe ich :) Also wer noch nicht in Stockholm war, sollte auf jeden Fall einmal herkommen! 

 

Heute gibt es auch wieder einen neuen Teil von meinem Reisebericht. Nachdem ich mit Sabrina im Sommerhaus von meiner Gastfamilie war, bin ich zurück nach Stockholm, um Katja, meinen nächsten Besuch, vom Bahnhof zu holen. Die Reise nach Stockholm war sehr abenteuerlich und wir haben für eine Strecke, die man eigentlich in 5 Stunden fahren kann, eine ganze Nacht gebraucht. Danke einer kleinen süßen Katze haben wir aber zum Glück einen Schlafwagen bekommen und kamen um 6 Uhr früh einigermaßen erholt am Hauptbahnhof an. Dass Katja mich besucht hat, war sehr schön und vor allem war es sofort so normal und lustig wie immer. An einem Tag waren wir auf der Schäreninsel Vaxholm, die aber sehr touristisch ist und mir deshalb nicht so gut gefallen hat. Trotzdem schön, die Insel mal gesehen zu haben.

im Hermans Abend in Södermalm Riddarholmen

Katja ist nach drei Tagen dann wieder zurück nach Deutschland und ich hab mich auf den Weg nach Südschweden gemacht. Mein erstes Ziel war Lund, eine süße kleine Studentenstadt. In dem Hostel in dem ich war, waren außer mir fast keine anderen Gäste und ich bin erstmal alleine losgezogen. Die Stadt hat mir gut gefallen, sehr überschaubar, aber gemütlich und perfekt, um sich ein bisschen vom Reisen zu erholen.

die Uni eine Gasse in Lund

Am zweiten Tag habe ich mir ein Fahrrad geliehen und mich auf den Weg zu einem Strand, der ungefähr eine halbe Stunde weit weg war, gemacht. Mit dem Wetter hatte ich wie auf meiner ganzen Reise sehr viel Glück und ich konnte mich sogar ein bisschen ans Meer legen. Ich konnte es auch kaum glauben, dass ich in Schweden und nicht irgendwo im Süden am Strand war :)

Von Lund aus habe ich auch einen Tagesausflug nach Malmö gemacht, was mit dem Zug nur ungefähr 10 Minuten dauert. Auch eine sehr schöne Stadt, aber mir hat ein bisschen die Energie gefehehlt, mir viel anzuschauen. Deswegen bin ich einfach ein bisschen durch die Gegend gelaufen, habe bei einem Straßenfest, auf dem es Stände mit Essen aus den verschiedensten Ländern gab, etwas gegessen und ein mich wieder ein bisschen an den Strand gelegt und gesonnt. 

der Strand in Malmö das Wahrzeichen von Malmö

Ein paar Tage vor meinem Beusch in Deutschland war ich schon ganz schön aufgeregt. Deswegen hatte ich auch oft nicht wirklich die Ruhe mir alles ganz genau anzuschauen, sondern habe die Tage gezählt, bis es endlich endlich wieder in die Heimat ging. Und so lang zu reisen ist auch ganz schön anstrengend. Hätte ich am Anfang gar nicht gedacht, aber das ständige zwischen Hostels und Städten wechseln und für jede Stadt neu herausfinden, was man sehen sollte und machen kann, hat mich aud Dauer ganz schön genervt. Trotzdem hatte ich den bis jetzt aufregensten und abwechlungsreichsten Sommer meines Lebens. Und schon neue Pläne für nächstes Jahr :)

Demnächst gibt es dann für euch den letzten Teil von meiner Reise und hoffentlich auch ein paar neue Bilder und Geschichten über meine letzten Monate in Stockholm.

Ha det bra! :)

 

 

Ein halbes Jahr Schweden..

17Sept2014

Hej tillsammans!

Wenn man anfängt, englische Wörter mit schwedischer Aussprache zu lesen..
wenn schwedische Fika zu einem normalen Tag gehört..
wenn die Verkäufer einem auch auf schwedisch antworten und nicht auf englisch..
wenn man sich freut, dass es wieder dunkel wird und
wenn man Stockholm zuhause nennt..

dann ist man wirklich in Schweden angekommen!

Jetzt bin ich schon fast 7 Monate hier in Stockholm und die Zeit vergeht immer schneller. Besonders, weil Weihnachten und damit das Ende meiner Zeit in Schweden immer näher kommen. Inzwischen ist es hier herbstlich geworden und die Blätter fangen an gelb zu werden. Das heißt leider auch, dass es immer Kälter wird und man immer öfter denkt, die Welt geht unter, so stark regnet es hier. Die erste Weihnachtsdeko ist auch schon in den Geschäften.

Hier mal ein paar Herbstfotos für die Stimmung  :)

 Auf dem Weg in die Schule Nebel am Morgen :)

Es wird auch endlich wieder abends dunkel und ich hätte nie erwartet, dass ich mich darüber so freue. Dass das Wetter hier ziemlich wechselhaft mussten leider auch Julia und Lu, mein Besuch aus Deutschland, feststellen. Davon haben wir uns aber nicht die Laune verderben lassen und haben die verregnetet Tage in Cafés verbracht. Wenn Besuch wieder zurück nach Deutschland geht, fühlt es sich immer ein bisschen seltsam an. Ein bisschen als würde man zurückgelassen werden. Nach einem Tag und vielen Plänen fürs Wochenende war das aber auch wieder überwunden. In letzter Zeit passiert hier nicht wirklich viel, ich treffe mich oft mit Erasmusstudenten aus Deutschland, die ich hier kennengelernt habe oder lerne fleißig schwedisch. Ende Oktober mache ich auch noch einen Sprachkurs.

eine typisch schwedische Gasse super Wetter meine Lieblingsgasse in Gamla Stan :) Lieblingsstadt!

 

Und weil ich deswegen nicht viel zu erzählen habe, gibts wieder ein paar Geschichten von meiner Reise im Sommer!

Nachdem Sabrina und ich in Stockholm waren und wir nicht wirklich einen Plan hatten, was wir als nächstes machen könnten, haben wir entschieden, in Schwedens siebtgrößte Stadt Örebro zu fahren und dann auch gleich (einen Tag bevor wir gefahren sind) Zug und Hostel gebucht. Als wir am Bahnhof angekommen sind, waren wir dann erstmal etwas überrascht, wie klein die Stadt ist und wie wenige Menschen auf den Straßen untwerwegs waren. Hat uns aber nicht lange abgeschreckt und wir haben uns auf den Weg ins Hostel und später in die Stadt gemacht. Zum Glück hatten wir super Wetter, wie auf unserer ganzen Reise, this must be a sign ;), und haben nach einer kleinen Erkundungstour zu Fuß beschlossen, eine Fahrradtour zu machen. An sich ja keine schlechte Idee in Schweden, aber irgendwie haben wir uns doch sehr leichtsinnig mit unseren im Hostel geliehenen Fahrrädern ohne Gangschaltung und mit fast nichts zu essen und zu trinken auf den hemfjärden runt, einen Fahrradweg um einen See, gemacht. 

Wir sind die coolsten wenn wir cruisen ...

Das waren unsere Fahrräder, wir waren einfach die coolsten, als wir so durch die Gegend cruisten..

Gleich am Anfang sind wir bei einem kleinen Freilustmuseum gleich vor Örebro vorbei gekommen und haben uns ein bisschen umgeschaut. Die Gasse vor dem Museum hat mich sehr an die guten alten Astrid Lindgren-Filme erinnert und auch die Häuser im Museum sehen richtig schön schwedisch aus:

Das Freilichtmuseum Astrid Lindgren lässt grüßen

Nach ein bisschen Fahrt durch den Wald sind wir dann zu einer Holzbrücke gekommen und dachten schon, wir kommen gar nicht mehr zum See. Aber genau am Ende der Brücke waren wor dann endlich da und konnten kaum glauben, dass wir wirklich in Schweden waren, so unglaublich war die Aussicht! Davon könnt ihr euch auf dem nächsten Bild überzeugen und ja, das Foto hab ich wirklich da gemacht.. ;)

auf der Brücke da lässts sich aushalten! wie im Paradies

Besonders das letzte Bild mag ich besonders und wir saßen auch eine Weile auf der Bank und haben die Ruhe und unser Leben genossen. Die nächsten Kilometer ging es vorbei an Feldern und Wiesen und ein bisschen durch den Wald. 

Irgendwann, nach einer gefühlten Weltreise, die wir dank dem wunderschönen Wetter in kurzer Hose und Bikinioberteil fahren konnten, sollte es wohl nicht so gut weiter gehen und mein Fahrrad hatte einen Platten..gut, dass ich das erst nach einer ganzen Weile gemerkt habe. War trotzdem nicht ganz so günstig, weil unsere Karte mit der Route leider davongeweht ist und wir nicht ganz genau wussten, wie viel Weg noch vor uns liegt. Zum Glück haben wir nach einiger Zeit ein paar Schweden getroffen, die uns den Reifen wieder aufgepumpt haben und wir zumindest ein Stück weiter fahren. Der Rest musste dann eben ohne Luft gehen, Hauptsache wir kommen irgendwann wieder in die Zivilisation. Und die kam zum Glück relativ schnell :D Mit einer kleinen Abkürzung haben wir es zurück ins Hostel geschafft und waren stolz auf unsere Leistung.

Die einzige Sehenswürdigkeit in Örebro..

Abends ging es noch ins Kino, ein bisschen heulen, auch wenn wir das normal natürlich nie tun! :) Die Kanutour am nächsten Tag konnten wir leider nicht machen, weil es den ganzen Vormittag geregnet hat. Außerdem mussten wir uns für das WM-Finale am Abend ausruhen, das haben wir in einer Sportsbar in Örebro geschaut. Wir waren zwar die einzigen, die mit Deutschlandherzen im Gesicht und voller Vorfreude in diese Bar gegangen sind, aber was solls, wir waren jedenfalls nervlich am Ende bei dem Spiel...an das Ende denken wir jetzt alle nochmal zurück und genießen. Leider war den Schweden relativ egal, wer das Spiel gewinnt und wir waren die einzigen, die wirklich feiern wollten. Um zwei hat aber leider auch die letzte Bar zugemacht...

Am nächsten Tag haben wir nicht mehr viel gemacht und am 15.07. ging es dann nach Smaland, meine neue Gastfamilie im Sommerhaus besuchen!

So, wenn ihr es überhaupt geschafft habt bis hier zu lesen, seid ihr jetzt erlöst ;)

Machts gut meine lieben und wir sehen uns bald wieder!

Ein perfekter Sommer

14Sept2014

Nachdem zwischen meiner Reise und jetzt so viel Zeit vergangen und so viel passiert ist, fange ich heute damit an, wohin es mich überhaupt verschlagen hat, bevor es mit meinem Bericht aus Oslo weiter geht.
Seit genau einem Monat und 3 Tagen bin ich bei meiner neuen super tollen Gastfamilien auf einer der Inseln im Mälarsee. Ich brauche jetzt zwar mit Bus und Tunnelbana etwas länger in die Stadt, die wunderschöne Strecke durch typisch schwedische Natur und am Schloss Drottningholm vorbei entschädigt aber alles. 

Am Wochenende war ich mit zwei anderen Aupairs aus Deutschland im Schlosspark, um die Sonne zu genießen. Hier ist es nochmal richtig warm und sommerlich geworden. Obwohl das mit dem Wetter hier so eine Sache ist. Im einen Moment ist es total warm und man läuft im T-Shirt rum, im nächsten Moment packt man seine zweite Jacke aus, weil es auf einmal kalt wird. Und auch die Schweden haben ein komplett verschiedenes Kälte- und Wärmegefühl. Die eine Hälfte läuft mit sommerlichen Kleidern, die andere mit warmen Jacken durch die Stadt. Naja, vielleicht gewöhn ich mich ja noch daran und fühle mich zumindest einmal richtig angezogen :)

Hier ein paar Fotos von unserem Samstagsausflug:

Kina slott

 

Jetzt aber zu meinem zweiten Oslobericht:

Nach einem wunderschönen ersten Tag in Oslo dachte ich, es kann gar nicht besser werden. Ging aber doch und ich habe zufällig Sabrina kennengelernt, die auch aus Deutschland kommt und für zwei Monate durch Skandinavien reisen wollte. Weil wir beide keinen großen Plan hatten, was wir machen könnten, sind wir zusammen auf die kleinen Inseln vor Oslo gefahren. Auf insgemsamt vier Inseln waren wir und haben und gefühlt wie im Paradies! Kein Wunder, dass die Skandinavier zu den glücklichsten Menschen der Welt gehören :)

unser Traumhaus ein einsamer Briefkasten

Tiefenentspannt und pleite (ich dachte ja Schweden ist teuer, aber Oslo ist einfach unbezahlbar..) wollten wir abends noch das WM Spiel Deutschland gegen Frankreich anschauen. Obwohl Norwegen nicht bei der WM dabei war, gab es in Oslo ein riesiges Public Viewing. Wirklich für das Spiel haben sich die meisten zwar nicht interessiert, aber ein paar Norweger konnten wir dann doch mit unserer Freude anstecken und sind mit ihnen noch ein bisschen durch das Osloer Nachtleben gezogen. Allerdings war das mit 19 Jahren nicht so einfach, weil hier - wie in Schweden auch- viele Clubs ab mindestens 20 sind..war aber nicht schlimm, weil wir am nächsten Tag sehr früh aufstehen mussten.

Da gings nämlich endlich wieder zurück nach Stockholm, um von da die Fähre nach Tallinn zu nehmen. Zusammen mit Sabrina, einem anderen Aupair und meinem gefühlt 50kg schweren Koffer ging es zum Hafen und auf die riesige Fähre. Leider war auf dem Schiff nicht so viel geboten wie auf dem nach Helsinki, aber nachdem es richtig warm war, haben wir die meiste auf dem Sonnendeck verbracht und die Fahrt durch den Stockholmer Schärengarten genossen. Diesmal haben wir auch nicht den Fehler gemacht, schon die erste Nacht lang wachzubleiben und sind früh schlafen gegangen. Unsere 5 Stunden in Tallinn sind wir viel durch die wunderschöne Altstadt gelaufen. Die Stadt ist sehr mittelalterlich und überall gab es mittelalterliche Stände, an denen man Essen und Schmuck kaufen konnte. Von den Gebäuden und Plätzen hat es mich sehr an Regensburg erinnert und ich habe mich sofort heimisch gefühlt :). 

Irgendwo zwischen Schweden und Estland.. Sauna-Gasse in Tallinn Fast wie Regensburg :)

Den zweiten Abend auf der Fähre haben wir dann schon etwas ausgiebiger genossen und hatten einen seeeehr witzigen Abend. Sabrina und ich sind dann noch ein paar Tage in Stockholm geblieben, haben die meiste Zeit gegessen, mit Freunden das WM Spiel gegen Brasilien geschaut, die Stadt erkundet und das gemacht, was mir hier in Schweden am besten gefällt: Fika! Das ist das schwedische Wort für eine Kaffee- und Kuchenpause und die LIeblingsbeschäftigung von allen Aupairs habe ich das Gefühl. Auf dem Bild seht ihr die schwedische Spezialität Kanelbullar, also Zimtschnecken. Backen und Kaffee machen können die hier wirklich! 

Fika

Ein schönes Gefühl, wenn man in einer Stadt, in der man ja eigentlich noch relativ neu ist so wohl und zuhause fühlt, als würde man schon immer dort wohnen. Stockholm, jag älskar dig! :)

Bis bald ihr lieben!

Puss och kram

Urlaub vom Leben für einen Sommer in Schweden...

08Sept2014

..den Spruch habe ich kürzlich gelesen und ich finde, er passt ziemlich gut zu dem, was ich diesen Sommer erlebt habe. Einen Monat in Schweden bzw. Skandinavien. Keine Verpflichtungen und vor allem überhaupt keine Arbeit :).

Nachdem ich mich nach langem hin und her dazu entschieden habe, nicht weiter in meiner alten Gastfamilie zu bleiben, hieß es Ende Juni Abschied nehmen von meinen zwei Mädels. Weil die Ferien hatten und die erste Zeit alleine bei ihren Großeltern verbringen sollten, habe ich Kinder und Hund eingepackt und mich zusammen mit ihnen auf die Reise nach Göteborg gemacht

Bei den Großeltern habe ich noch zwei wunderschöne Tage mit Minigolf, einem Ausflug zu einer Farm, einen Beusch in Liseberg, einem riesigen Freizeitpark, und ganz viel typisch schwedischem Essen verbracht. Nach einem traurigen Abschied hieß es dann alleine losziehen und Skandinavien erkunden.

Göteborg

Die ersten zwei Tage meiner Reise bin ich in schwedens zweitgrößter Stadt geblieben. Bevor ich nach Göteborg gefahren bin, habe ich von vielen Schweden gehört, dass die Menschen im Westen von Schweden freundlicher und offener sein sollen, als die im eher anonymen Stockholm. Dazu kann ich nur sagen, dass ich bis jetzt allgemein (fast) nur freundliche und zuvorkommende Schweden getroffen habe. Das Vorurteil, dass Schweden lieber unter sich bleiben und es schwer ist sie kennenzulernen, hat sich hier auch noch nicht bestätigt. Es kann sein, dass man selbst öfter den Anfang machen muss, hat man das aber gemacht, kommt man schnell ins Gespräch und wird überall nett empfange (mit dem Klischee musste ich mal aufräumen  ).

Weil ich nur zwei Tage in Göteborg hatte, bin ich am ersten Abend noch lange durch die schönen alten Straßen mit vielen kleinen Geschäften gelaufen, die einen wieder spüren lassen, dass man in Schweden ist.

eine Kirche in Göteborg... eine Straße in der Altstadt

Am nächsten Tag habe ich dann endlich! eine Bootstour durch den Schärengarten gemacht, bei der auch ein kurzer Aufenthalt auf einer der Inseln dabei war. Leider musste man während der Fahrt im Boot sitzen bleiben und konnte die Aussicht nicht so gut genießen, aber auf der Insel wurde man für alles entschädigt. Es war einfach traumhaft schön! Fast keine Menschen, ein paar rote Häuschen und perfektes Wetter.

typisch schwedisch :) Schärenfeeling

 

 

 

An meinem letzten Tag hab ich es dann auch endlich geschafft, einen Elch mit Geweih zu sehen!!! Nach drei Monaten wurde das auch mal Zeit und natürlich hab ich ein Beweisfoto gemacht (na gut, es wa zwar nicht in freier Wildbahn, aber ich finde es zählt...). Daneben ist noch ein Foto aus dem botanischen Garten, in dem ich nach dem Tierpark noch war.

ein ELCH!!! botanischer Garten

 

Mein nächstes Ziel war Oslo, wo ich relativ günstig mit dem Bus hinfahren konnte. Nach einer langen und etwas angsteinflößenden Passkontrolle an der Grenze zu Norwegen und einer langen Suche nach meinem Hostel, konnte ich Norwegens Hauptstadt erkunden! Im ersten Moment hat mir die Stadt überhaupt nicht gefallen, zu viele Baustellen und alles sehr modern. Als ich dann aber bei der Oper angekommen bin, hat mich Oslo vom Gegenteil überzeugt und ich war sofort in die Stadt verliebt. Das besondere an der Oper ist, dass man auf das Dach gehen kann und von da eine super Aussicht über die Stadt und vor allem die Fjorde davor hat. 

Die Oper in der Oper Auf dem Dach der Oper

 

 

Um nicht zu viel auf einmal schreiben zu müssen und weil in Oslo so viel passiert ist, kommt der Rest in den nächsten Tagen...oder Wochen oder Monaten ;)

Puss och kram till tyskland!

Julia in Stockholm - Teil 1

21April2014

Wie versprochen kommt hier ein etwas längerer Eintrag :) Leider etwas verspätet..

Vor jetzt schon 2,5 Wochen war endlich (oder schon (: ) mein erster Besuch, die liebe Julia, für eine Woche hier! Und um mal ein bisschen Kultur nachzuholen, hatten wir einen gut gefüllten Plan und viel vor. Mittwoch Abend bin ich zum Bahnhof gefahren, um Julia abzuholen und sie zu ihrem Hostel zu bringen. Ich war richtig aufgeregt bevor sie ankam und froh, als sie endlich da war :) Am nächsten Tag musste ich leider arbeíten und Julia alleine die Stadt erkunden. Am Abend haben wir uns dann aber getroffen und erstmal etwas gegessen.

Royal Canal Tour - Junibacken - Vasa Museum

Der nächste Tag hat leider mit ziemlich schlechtem Wetter und Regen begonnen. War aber nicht wirklich schlimm, weil der sowieso unser Museumstag werden sollte. Angefangen haben wir aber erstmal mit einer Bootstour um die Insel Djurgården, bei der wir viel über verschiedene Gebäude und die schwedische Geschichte gehört haben. War wirklich schön, vom Wasser aus auf die Stadt schauen zu können :).

Bootstour unser Schiffchen

Unser nächster Programmpunkt war das Astrid Lindgren Museum Junibacken, das uns beiden aber nicht wirklich gut gefallen hat, weil es mehr ein großer Kinderspielplatz ist als ein Museum über die FIguren von Astrid Lindgren. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass sehr viel los war, als wir da waren und man sich nicht in Ruhe umschauen konnte. Süß gemacht ists auf jeden Fall. Die kleine Zugfahrt durch die Märchenwelt haben wir dann auch gar nicht mitgemacht, sondern sind weiter ins Vasa Museum, das auch auf Djurgården ist und sich wirklich lohnt! Die Vasa ist ein Schiff, dass gleich bei der ersten Fahrt gesunken und dann 333 Jahre auf dem Meeresgrund lag (ja, ich hab mir was gemerkt!). Ist interessant zu sehen, wie gut noch alles erhalten ist :)

Junibacken Vasa Museum Das Schiff die Stockholm Card Kirschblüten :)

Abends haben wir uns dann noch mit einem Salat in die Stadt und später ans Meer gesetzt. Lang ging das aber wegen dem schlechten Wetter nicht und ich bin früh nach Hause gefahren.

Brunch - Globen

Unseren dritten Tag haben wir ganz gemütlich mit Brunch im Café String, meinem Lieblingscafe in Södermalm, angefangen. Die Auswahl war relativ groß und wir sehr zufrieden. Besonders Julia mit ihrem neuen LIeblingsbrot ;)

Brunchen Lecker Frühstück Södermalmein Kino in Södermalm Der Beweis, dass man im T-Shirt rausgehen konnte ;)

Nach unserem perfekten Start in den Tag haben wir uns auf den Weg zum Ericsson Globe, einer rieseigen Veranstaltungshalle, auf die man fahren kann, gemacht, Weil aber ziemlich viele Leute die Idee hatten, das zu machen, konnten wir erst abends hoch und sind deshalb nochmal in die Stadt gefahren. Während ich mit dem Hund spazieren gegangen bin, hat sich Julia das moderne Museum angeschaut. Da hab ich sie dann abgeholt und wir sind zusammen zurück zu Globen gefahren. Die Aussicht war wirklich schön, auch wenns ein bisschen gedauert hat, bis wir uns orientiert und die einzelnen Stadtteile erkannt haben.

Aussicht vom Globen aus

Zum Tagesabschluss gabs noch ein Eis am Meer und einen gemütlichen Abend im Hostel bevor ich wieder nach Hause gefahren bin.

Julias Hostel Aussicht vom Hostel aus

Soviel zu den ersten Tagen mit Julia, der Rest und noch ganz viel anderes, was hier passiert ist in den letzten Wochen, gibts demnächst!

Liebe Grüße :)

Schon ein Monat...

17April2014

...ist vergangen, seit ich hier angekommen bin. Und die Zeit vergeht so schnell, dass ich gar nicht hinterher komme. Letzte Woche hab ich viel gearbeitet und nur wenig Zeit gehabt, um in die Stadt zu fahren. Nach meinem Sprachkurs hab ichs dann aber doch kurz geschafft, das frühlingshafte Stockholm zu genießen und bin mit einem anderen Au Pair auf Entdeckungstour gegangen. 

Wir sind erst ein bisschen durch Gamla Stan und durch die schmalste Gasse Stockholms gelaufen und danach noch ein bisschen durch die Drottninggatan, eine ziemlich große Shoppingstraße.  Die Fotos von unserer kleinen Tour gibts natürlich auch:

Marten Trotzigs Grånd eine Kirche ;)Kungsträdgarden.Kirschblüten im Kungsträdgarden

Mein Lieblingsplatz ist zur Zeit auf jeden Fall der Kungsträdgården, ein Park mitten in der Stadt, in dem gerade die Kirschbäume blühen. Wenn ich in der Stadt bin und Zeit habe, sitze ich meistens mit meinem Kaffee da und genieße Stockholm. Dass die Schweden so viel Kaffee trinken, stimmt wirklich. Und ich hab mich inzwischen angepasst und überstehe ohne den Tag nicht mehr :) 

Zur Zeit sieht man überall Osterdekoration. Das scheint hier ziemlich groß gefeiert zu werden und ich durfte heute gleich für die Kinder Osterhase spielen und Schokolade im ganzen Haus verstecken. Außerdem gibts überall Påskmust, ein Getränk, dass es nur an Ostern und Weihnachten gibt. Woraus genau das gemacht wird konnte ich leider noch nicht rausfinden, aber es schmeckt gar nicht schlecht.

Gestern habe ich mit den Kindern Chokladbollar, eine schwedische Spezialität aus Butter, Zucker, Haferflocken und Kakao gemacht. Ziemlich süß und ziemlich lecker! Das mit dem Kuchen und Keksen machen haben die Schweden echt raus und ich langsam einen Zuckerschock.

Chokladbollar

Das wars auch schon wieder mit den Neuigkeiten aus Stockholm. Seit gestern ist Julia für eine Woche zu Besuch hier und wir wollen das ganze Touriprogramm durchziehen. Der nächste Eintrag wird dann also etwas länger und kulturell hochwertiger werden ;).

Zum Schluss gibts noch ein paar Fotos von dem See, an dem ich immer Spazieren gehe und ein paar Stockholmfotos:

Der See :) früh um 7 ... Möwen Abendstimmung Nachts in Stockholm

Bis bald ihr lieben!

 

Dies und das

09April2014

Auf Wunsch von meinem lieben Bruderli gibts heute wieder einen Blogeintrag und ein paar Geschichten aus meinem Leben in Schweden. 

Letztes Wochenende habe ich mit ein paar anderen Au Pairs eine kostenlose Stadttour mitgemacht. Das Wetter war zum Glück richtig schön und wir hatten durchgehend Sonnenschein. Der erste Anlaufpunkt war der Monteliusvägen, ein kleiner Weg, von dem aus man eine super Sicht auf die Altstadt Gamla Stan hat:

Gamla Stan  Aussicht vom Bus aus

Auf dem Bild danaben seht ihr die Aussicht von der Bushaltestelle, an der ich immer ankomme und auf dem nächsten Bild kann man im Hintergrund Gröna Lund, einen der ältesten Freizeitparks, sehen. Im Sommer sind hier regelmäßig Konzerte und Veranstaltungen.

Gröna Lund  auf dem Berg

Stadshuset

Der nächste Aussichtspunkt war auf einem kleinen Hügel, hab leider vergessen, wie der heißt. Von da aus konnte man das Stadshuset (das rote Gebäude), in dem der Nobelpreis verliehen wird, sehen.

Nach der Stadtführung war ich mit einem anderen Au Pair noch im Fotografiska, einem Museum für Fotografie, wie der Name schon erahnen lässt. Die Ausstellungen waren zum Teil ziemlich seltsam und unheimlich und zum Teil ganz nett. Werd aber wohl nicht nochmal hingehen :D

Die letzten Tage war hier leider ziemlich schlechtes Wetter und ich war die meiste Zeit daheim. Gestern hab ich nur einen kurzen Abstecher in Östermalms Saluhall, eine schöne und überteuerte Markthalle, gemacht. Leider ist hier allgemein alles viel teurer als bei uns und mein Gehalt ziemlich schnell weg, aber das hindert mich nicht daran, trotzdem alles anzuschauen :)

Mehr zu erzählen gibts dann auch schon nicht mehr. Mein Schwedisch wird leider nicht wirklich besser, weil ich mich nicht aufraffen kann Vokabeln zu lernen, aber ich versteh schon ab und zu, was die Kinder sagen. Ich hoffe, mein Sprachkurs macht sich bald bemerkbar :)

Zum Abschluss gibts noch ein schönes Foto vom schönen Wetter letzte Woche:

Mittagspause in der Sonne :)

♥ Ich hoffe es geht euch allen gut!Bis bald ♥

 

Die ersten Tage..

18März2014

Hallo ihr lieben Leute,

ich hab endlich Zeit mit meinem Blog anzufangen und euch ein bisschen auf dem Laufenden zu halten ;)

Die ersten zwei Wochen waren ziemlich aufregend und anstrengend. Aber langsam hab ich mich an alle Gewohnheiten von der Familie gewöhnt und die Gegend erkundet. In der Stadt war ich auch schon relativ oft und weiß sogar (manchmal) wo ich bin. Als ich angekommen bin, wurde ich erstmal bei schönstem Wetter mit dem Taxi durch die Stadt auf die Insel gefahren, auf der die Familie wohnt. Am nächsten Tag bin ich dann in einem verschneiten Schweden aufgewacht und musste mich die nächsten Tage durch den Schnee kämpfen. Zum Glück ist der aber nicht lange liegen geblieben und das Wetter wird immer besser. Wenn die Sonne scheint kann man sogar schon am Meer sitzen ohne zu erfrieren.

Damit ihr euch vorstellen könnt, wo und wie ich hier lebe, gibts erstmal ein paar Fotos von der Umgebung:

da geh ich immer mit dem Hund spazieren  vor unserem Haus   

ein See gleich um die Ecke mein eigener Steg ;) der Blick aufs Meer Schnee am zweiten Tag

Letztes Wochenende bin ich ein paar Orte abgegangen, die man in Stockholm gesehen haben muss und war auf einem super schönen Flohmarkt in Södermalm (dem eher alternativen Viertel von Stockholm). In Uppsala war ich auch schon und hab mir Wikingergrabhügel angeschaut:

Stortorget Die Wikingergrabhügel in UppsalaStockholm :)

 

Am Wochenende will ich dann eine Stadtführung mitmachen und endlich mal mit meinem einen Gastkind klettern gehen :) 

Ansonsten gibt es gar nicht viel zu berichten. Ich genieße mein Leben direkt am Meer und freue mich schon auf den Sommer.

Ich hoffe euch gehts gut und ich konnte euch ein bisschen neidisch machen ;)

Många hälsningar till Sverige!